Zwift Runpod in der Verpackung

Zwift RunPod im Test: Mehr Spaß auf dem Laufband?

Im Winter, auf der Rolle, auf dem Rennrad zu sitzen und dabei durch die virtuellen Welten von Zwift zu fahren, kennen sicherlich die Meisten von euch. Doch dass es Zwift mittlerweile auch für das Laufen gibt, ist noch nicht überall bekannt.

Neben einem Laufband wird hierfür in der Regel auch ein RunPod benötigt. Ein RunPod erkennt die Laufbewegung mittels verschiedener Sensoren. Die ermittelten Daten werden auf dem RunPod gespeichert und direkt an ein verbundenes Endgerät übermittelt.

Hierdurch lassen sich Daten direkt auslesen und unter anderen auch für das virtuelle Laufen mit Zwift verwenden.

Ich habe in den letzten zwei Wochen den Zwift Runpod ausgiebig getestet.

Fakten zum Zwift RunPod

Der RunPod von Zwift wird in einem kleinen orangenen Karton geliefert und beinhaltet neben dem RunPod selbst noch eine kleine „Quick Start“ Anleitung.

Zwift Runpod mit Karton und Anleitung

Der Runpod ist ab 28 Euro im Internet erhältlich, wiegt 13 Gramm und ist für die optimale Datenübertragung von Geschwindigkeit, Distanz und Kadenz mit Bluetooth ausgestattet.

Zwift RunPod am Schuh befestigen

Der Zwift RunPod kann mit wenigen Handgriffen schnell am Schuh befestigt werden. Dazu wird die Halterung unter die Schnürsenkel gelegt, der RunPod auf die Halterung gesetzt und durch ein leichtes Drehen eingerastet.

Start des Laufens

Nachdem alles bereit ist, kann die Zwift App gestartet und der RunPod mit dem Gerät verbunden werden. Hierfür könnt ihr direkt auf den Run Tab wechseln und anschließend auf den RUN Speed Button klicken.

Verbinden eines neuen Zwift Runpods mit der Zwift App

Es öffnet sich ein neues Fenster in dem nach kurzer Zeit der RunPod angezeigt wird und mit dem Gerät verbunden werden kann.

Auswahl des Zwift RunPods in der Zwift App

Sobald der RunPod das ersten Mal verbunden wurde, öffnet sich ein extra Menü, über welches der RunPod kalibriert werden kann. Hier werden die eigenen Geschwindigkeiten eingestellt. Anschließend stellt man das Laufband in dem zuvor ausgewählten Tempo ein und läuft so einige Sekunden.

Sobald die Kalibrierung abgeschlossen ist, öffnet sich der gewohnte Zwift Screen. Hier kann jetzt die Strecke, ein Workout oder das gemeinsame Laufen ausgewählt werden.

Auswahl der Laufstrecke auf Zwift

Hat man sich für eine Option entschieden, befindet man sich direkt auf der Strecke. Die linke Seitenleiste zeigt die Herzfrequenz, das aktuelle Tempo, die Schritte pro Minute, sowiedie letzten Kilometersplits an.

Laufen auf Zwift mit dem Zwift Runpod

RunPod ohne Laufband verwenden

Als absoluter Zwift-Fan, jedoch nicht unbedingt ein Freund des Laufbands, habe ich mir natürlich direkt die Frage gestellt, ob man auch ohne Laufband mit dem Zwift Runpod ein paar Zwift-Kilometer sammeln kann.

Ja das geht. Hierzu muss allerdings die Zwift-App nebenbei mitlaufen. Da die Technik im RunPod ziemlich gut ist, ist auch eine initiale Kalibrierung nicht unbedingt erforderlich.

Einziger Nachteil ist, dass die Zwift-App den Akku des Smartphones relativ stark beansprucht und sich dieses Setup daher aus meiner Sicht eher nicht für längere Läufe eignet.

Daten vom Zwift RunPod auslesen

Der RunPod wurde initial nicht von Zwift entwickelt, sondern von der Firma Milestone gekauft, welcher vorher den identischen MilestonePod verkauft hat und von Zwift übernommen wurde.

Warum ich das nun erwähne? Nun ja, im Appstore gibt es noch die Milestone App, welche die Daten von dem RunPod auslesen und anzeigen kann.

Der Support der App wurde aber leider im September 2019 eingestellt und wird daher auch nicht weiter entwickelt. Spannend ist es jedoch zu sehen, wie viele Daten und vor allem mit welcher Genauigkeit diese Daten vom Zwift RunPod aufgezeichnet werden.

Fazit

Mit einem Preis von ca. 28 Euro erhält man einen soliden RunPod, welcher sich ideal für die Verwendung von Zwift einsetzen lässt.

Die Befestigung des Pods finde ich sehr smart gelöst und ich hatte bei keinen meiner Läufe Angst diesen zu verlieren. Bei meinen Läufen ist es jedoch immer zu einer leichten Abweichung vom GPS-Signal gekommen. Auf 5 Kilometer betrug die Abweichung um die 6%. Ich habe hier keine Vergleichswerte zu anderen RunPods.

Aus meiner Sicht kann man mit dem Zwift RunPod nichts falsch machen und am Ende überzeugt sicherlich der Preis.

Falls ihr zu Hause kein Laufband besitzt, vergesst bitte nicht, dass sich der RunPod eigentlich nur in Verbindung mit der Anwendung Zwift verwenden lässt. Das heißt auch, dass für längere Läufe im Studio eventuell ein Ladegerät bzw. eine Stromquelle für das Smartphone benötigt wird.

Wer generell viel auf dem Laufband unterwegs ist, für den ist Zwift mit dem RunPod eine gelungene Abwechslung, welche immer für die nötige Motivation sorgt. Von mir gibt es daher eine klare Kaufempfehlung!

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Benjamin

Moin aus Hamburg. Ich bin Benjamin und schreibe auf Laufmix seit 2014 über die Themen Laufen, Triathlon, Gadgets und Reisen. Außerdem zu finden auf Instagram, Facebook und Twitter. Paypal-Kaffeespende.

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