Theragun Liv auf einem grauen Steinboden

Theragun LIV im Test: Entspanntere Muskeln durch die Massagepistole?

Als ich neulich nach einer intensiven Trainingswoche mal wieder sehr verspannte Muskeln hatte, stellte sich mir die Frage, welche Alternativen es eigentlich zu der Blackroll und der doch kostspieligen osteopathischen Behandlung für meine Muskelregeneration gibt.

In den Läufer- & Sozial Media Kreisen werden aktuell die sogenannte Massagepistolen ziemlich als Wunderwaffe gehyped. Ich wollte mehr über dieses neue Produkt erfahren und so entschied ich mich, der Theragun LIV, mal einen Test zu unterziehen.

Das Prinzip hinter der Regeneration mittels Perkussionstherapie

Bevor es an die Vorstellung und das Testen des Produktes geht, erkläre ich jedoch zunächst das Funktionsprinzip der Pistolen, welche auf die Perkussionstherapie setzen.

Unter Perkussion versteht man in der Medizin das Abklopfen der Körperoberfläche zu diagnostischen Zwecken. Vielleicht einnert sich der ein oder andere an einen Kinderarztbesuch, bei dem mit einem kleinen Gummihammer sachte auf das Knie gehauen wurde.

Dieser Ansatz wurde weiterentwickelt. Durch die Massageguns werden gleichmäßige Impulse in das Muskelgewebe geschickt und somit sollen muskuläre Verspannungen gelöst werden.

Für den Erfolg der Therapie ist es wichtig, dass die Impulse mit der richtigen Geschwindigkeit und Schwingung in das Muskelgewebe geschickt werden.

Sicherlich gibt es im Netz noch detailliertere Informationen zu dieser Theorie. Für mich reicht jedoch zur ersten Beurteilung ein allgemeines Verständnis.

Die Theragun Liv im Kurzüberblick

Die Theragun gibt es in drei verschiedenen Varianten. Beginnend ab einem Preis von 249 Euro für das Einsteiger- , bzw. einen Preis von 624 Euro für das Premiummodell.

Das Einsteigermodell, die Theragun LIV, welche ich hier teste, wird in einem weißen Karton geliefert.

Neben dem Gerät befinden sich zwei Dämpferaufsätze, ein Ladekabel und ein Beutel für den Transport in der Verpackung. Außerdem beinhaltet das Paket ein kleines Papierkit, in welchem sich die Bedienungsanleitung und einige zusätzliche Informationen befinden.

Theragun im Test: So funktioniert die Anwendung der Theragun

Das Auspacken ist schnell erledigt, da die ganze Verpackung und auch die Hardware einen hochwertigen Eindruck macht.

Da die Theragun schon geladen war, entfiel für mich der Ladevorgang vor der ersten Anwendung und das Gerät konnte direkt ausprobiert werden. Mit drücken der Powertaste an der Oberseite des Gerätes lässt sich die Theragun unmittelbar einschalten.

An der linken Seite befinden sich drei weiße LEDs, welche den aktuellen Akkustatus bzw. während der Aufladung den Status während der Ladung anzeigen.

Laut Hersteller reicht der Akku für einen Betrieb von 45 Minuten. Die Betriebsdauer wurde von mir nicht speziell überprüft, aber das Gerät kann schon mehrere Tage eingesetzt werden und muss nicht direkt wieder nach einer Anwendung an die Ladung.

Mit einem Gewicht von knapp 1200 g ist die Theragun gerade für unterwegs zwar spürbar, dennoch ist das Gewicht aus meiner Sicht nicht störend im Handling.

In der grundsätzlichen Bedienung der Theragun kann man absolut nichts verkehrt machen. Ich mag es, wenn Produkte selbsterklärend zu verwenden sind.

Dennoch war ich vor der ersten Anwendung ein wenig skeptisch, die optimale Anwendung sicherzustellen.

Die erste Massage

Gegen meine anfängliche Unsicherheit habe ich mir erst einmal die Theragun App installiert. Die App bietet für jeden Körperbereich eine kleine Anleitung über die Bewegungsabläufe und Dauer der Massage.

In einigen Partien erfolgt die Massage durch auf- und abwärts Bewegungen. In anderen Bereichen wiederum durch Kreisbewegungen.

Für die erste Anwendung habe ich mir direkt meine Problemstelle, die Wadenmuskulatur, ausgesucht.

Im ersten Moment war das Gefühl für meine Muskeln sehr ungewöhnlich, aber nicht unangenehm. An dieses Gefühl habe ich mich jedoch relativ schnell gewöhnt.

ASICS Frontrunner mit Theragun

Das Produktdesign mit dem dreiecksförmigen Griff ist aus meiner Sicht wirklich gut durchdacht. Egal welchen Bereich (z.B. Rücken) man massieren möchte, es gibt immer eine Möglichkeit für einen sicheren Halt. Dies ist durchaus erforderlich, denn auf der einen Seite ist die Theragun, wie oben beschrieben, nicht sonderlich leicht und auf der anderen Seite ist eine ganz schöne „Rüttelpower“ im Betrieb.

Fazit: Cooles Gerät, aber bringt es auch wirklich etwas?

Eins ist klar: die Theragun LIV ist ein cooles Gerät, aber bei einem Produkt in dieser Preisklasse ist die Frage nach dem Sinn mehr als berechtigt.

Ich sehe die Theragun als prima Ergänzung zu der Blackroll und habe somit beides regelmäßig im Einsatz.

Die Theragun dringt definitiv tiefer in die Muskulatur vor und ich habe das Gefühl, dass mir genau das hilft. Nach Intervall-Trainingseinheiten sind meine Waden immer ziemlich verspannt.

Durch den Einsatz der Theragun habe ich das gleiche Gefühl wie nach einer Massage. Erst einmal fühlt sich alles schlimmer an, aber am nächsten Morgen ist die Leichtigkeit zurück.

Als Zielgruppe sehe ich daher Freizeitsportler mit einer gewissen Ambition. Ein Großteil in dieser Gruppe arbeitet Vollzeit und trainiert zusätzlich noch mindestens 10 Stunden die Woche. Ein Besuch z.B. beim Osteopathen kostet nicht nur Geld, sondern benötigt auch mehr Zeitaufwand.

Freie Zeitfenster können aus meiner Sicht mit solchen Gadgets effektiv genutzt werden, denn die Massage lässt sich so beispielsweise leicht mal zwischendurch auf der Couch oder im Büro durchführen.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit der Theragun Liv. Ich habe zwar keinen direkten Vergleich zu anderen Modellen bzw. zu Modellen von anderen Anbietern, kann aber eine absolute Kaufempfehlung aussprechen.

Ich hoffe, dass mein Erfahrungsbericht euch weiterhelfen kann. Falls ihr noch Fragen oder Anmerkungen habt, nutzt gerne die Kommentarfunktion.

Transparenz ist wichtig: Die Theragun Liv wurde uns von der Ludwig Artzt GmbH zum Testen bereitgestellt, dies hat aber keinerlei Auswirkungen auf den Test gehabt.

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Benjamin

Moin aus Hamburg. Ich bin Benjamin und schreibe auf Laufmix seit 2014 über die Themen Laufen, Triathlon, Gadgets und Reisen. Außerdem zu finden auf Instagram, Facebook und Twitter. Paypal-Kaffeespende.

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